Das Werk Montezuma

Exponat-Nr. 42: Liste von Tischlern und Handlangern, die am Königlichen Opernhaus beschäftigt waren | © GStA / Bildstelle

Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz
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I. HA Geheimer Rat, Rep. 36 Hof- und Güterverwaltung, Nr. 2656, fol. 59 Vs


Die Rechnungen und Beschäftigungslisten zu den einzelnen Opernproduktionen geben Auskunft über die wirtschaftliche Bedeutung der Oper für die Stadt Berlin. Für viele Handwerksbetriebe der preußischen Hauptstadt, aber auch für auswärtige Händler und Lieferanten war sie ganzjährig ein wichtiger Auftraggeber. Verschiedene Fachkräfte und Gewerke waren saisonweise an der Oper beschäftigt. Allein für den Bau und den Betrieb der Kulissen wie der Bühnentechnik wurden zahlreiche Tischler, Zimmermänner, Nagelschmiede, Schlosser, Klempner und Seiler eingesetzt. Für einen reibungslosen Ablauf der Aufführung brauchte man viele Handlanger, etwa zur Bedienung der Theatermaschinen oder als Kulissenschieber. Zur Wintersaison 1754/55 wurden für die Aufführungen der Opern Semiramide und Montezuma 42 Tischler und 60 Handlanger beschäftigt. Sie kamen nicht nur aus Berlin. Neben Vor- und Familiennamen finden sich in der Anwesenheitsliste Herkunftsbezeichnungen wie »Hamburger«, »Dresdener«, »Sachse«, »Preuße«, »Königsberger«, »Stettiner« oder »Magdeburger«. Vermutlich waren das wandernde Gesellen.
(Claudia Terne)

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