Das Werk Montezuma

Exponat-Nr. 68: Friedrich II. von Preußen: »Solo per il Flauto Traverso N 122 di Friderico« – Sonate Nr. 122 für Flöte und Basso continuo in h-Moll, 1. Satz

Autograph
Klassik Stiftung Weimar,
Herzogin Anna Amalia Bibliothek

60/Z36


Friedrich II. war von Jugend an ein engagierter Flötist. Gemeinsam mit seiner Schwester Wilhelmine, der späteren Markgräfin von Bayreuth, musizierte er auf der »Principessa« – so nannte er seine Flöte –, während Wilhelmine ihn auf »Prinz Dickbauch«, also auf der Laute begleitete. Unter der Anleitung seines Lehrers Carl Heinrich Graun komponierte Friedrich auch für sein Instrument. Nicht weniger als 121 Flötensonaten sind von ihm überliefert. Die ausgestellte Sonate in h-Moll stammt aus dem Nachlass von Franz Liszt. In Philipp Spittas Verzeichnis der Musikalischen Werke Friedrichs des Großen (Leipzig 1889) hat sie die Nummer 17. Franz Liszt hatte das Autograph im Frühjahr 1842 von Kaiserin Augusta (1811–1890) in Berlin als Ehrengeschenk erhalten. Augusta war die zweite Tochter des Großherzogs Carl Friedrich von Sachsen-Weimar, der Liszt am 2. November 1842 zum Weimarer Hofkapellmeister ernannte. Liszt hielt das Manuskript in hohen Ehren. In seinem Testament von 1861 bestimmte er, seine Universalerbin Fürstin Carolyne zu Sayn-Wittgenstein solle es »zu seinem Andenken aufbewahre(n), so lange sie lebt«.
(Ruth Müller-Lindenberg)


Online Lesen
Spitta, Philipp: Musikalische Werke Friedrichs des Großen . Leipzig: Breitkopf & Härtel, 1889.

Literatur
Thouret, Georg: Friedrich der Große als Musikfreund und Musiker . Leipzig: Breitkopf & Härtel, 1898.

Henze -Döhring, Sabine: Friedrich der Große. Musiker und Monarch . München: Verlag C. H. Beck, 2012.

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