Das Werk Montezuma

Exponat-Nr. 73: Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth an ihren Bruder, König Friedrich II. (Brief vom 25. Juli 1755) | © GStA / Bildstelle

Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz
© GStA / Bildstelle
BPH, Rep. 46 König Friedrich Wilhelm I., W17, Bd. III, 6 (1755),
fol. 26 Rs und 27 Vs


Markgräfin Wilhelmine berichtet dem Bruder aus Verona, wo ihre Italien-Reise endet:

Originaltext

»J’ai pourtant été a deux Conservatoi(res). J’ai entendu la Padouanella, qui a une voix Divine mais sans la moindre Culture. ...La Therese qui a pres de 50 ans qui a la voix plus Belle encore que ne l’a jamais eue la (27 Vs) Gasparini mais moins forte, son gozier est come cellui de L‘Astrua mais elle est beaucoup plus forte dans la Musique; en feme je la preffere a tous ce que j’ai jamais entendu. La Cattina est aussi une des belles voix qu’on puisse entendre et chante avec beaucoup de gout. Le Malheur est qu’avec des millions on ne viendroit pas a bout de les tirer de la. L’Emilia et Bettina qui avoit fait tant de Bruit ne vallent absolument plus rien.«
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Übersetzung

»Ich habe trotzdem zwei Konservatorien besucht. Ich habe die Padovanella gehört, die eine göttliche Stimme hat, freilich ohne die geringste ...Kultur. Die Therese, die fast 50 Jahre alt ist, die immer noch eine schönere Stimme hat, als sie die Gasparini jemals hatte, ihre Kehle ist wie die der Astrua, aber sie ist viel musikalischer; als Frau ziehe ich sie allen vor, die ich jemals gehört habe. Auch die Cattina ist eine Sängerin, die man hören könnte; sie singt mit viel Geschmack. Unglücklicherweise könnte man sie nicht einmal mit Millionen von dort wegengagieren. Die Emilia und die Bettina, die so viel Aufsehen erregt haben, sind absolut nichts mehr wert.«


(Übersetzung und Text: Ruth Müller-Lindenberg)

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