Die Hofoper

Exponat-Nr. 12: Georg Paul Busch: Feuerwerk zum Besuch des Kurfürsten Friedrich August von Sachsen in Charlottenburg Juni 1728

Kupferstich
59 x 86,5 cm
© Deutsches Theatermuseum, München
Inv. IV 3449


Dieser ungewöhnlich große Stich wurde über zwei Druckplatten hergestellt und dann zusammengesetzt. Viele Beschreibungen von höfischen Festen überliefern, dass dort Feuerwerke veranstaltet wurden. Sie sollten zur Macht-Repräsentation beitragen. Indem man das vergängliche Ereignis im Stich festhielt, erreichte man, dass es weit über seine zeitlichen und räumlichen Grenzen hinaus wahrgenommen wurde.
Das Blatt zeigt ein Feuerwerk, das am 28. Juni 1728 im Schlosspark von Charlottenburg stattfand, und zwar zu Ehren des Besuches, den August der Starke mit seinem Gefolge dem preußischen Hof abstattete. Vorausgegangen war der Besuch der Preußen in Dresden im Karneval desselben Jahres, an dem auch der damals sechzehnjährige Kronprinz teilgenommen hatte. Dort hatte es Maskenbälle, Turniere, Lustjagden, Komödien, Pastoralen und andere 34 festliche Vergnügungen gegeben, und die Preußen revanchierten sich mit einem ebenfalls repräsentativen Festprogramm, zu dem ein Feuerwerk gehörte. Auch in Opernaufführungen war das Feuerwerk integriert, zum Beispiel in die Oper Armida, die 1751 im Königlichen Opernhaus aufgeführt wurde. Der König ließ dazu extra Spezialisten aus Italien engagieren (siehe Exp.-Nr. 14 ).
(Ruth Müller-Lindenberg)

Literatur
Nölle, Eckehart: Das barocke Fest. Eine Ausstellung des Vereins für Kunst, Literatur und Kunsthandwerk Bamberg e.V. Bamberg, 1968.

Unfer Lukoschik, Rita (Hrsg.): Italienerinnen und Italiener am Hofe Friedrich II. (1740 –1786). Berlin: Duncker & Humblot, 2008.

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