Die Hofoper

Exponat-Nr. 1: Johann Georg Fünck »Veue de la Maison de l’Opera« Ansicht des Berliner Opernhauses Berlin, um 1745

Kupferstich
43,0 x 61,6 cm
© Stiftung Stadtmuseum Berlin
Landesmuseum für Kultur und Geschichte Berlins
Inv. Nr.: VII 60"str"1092 W


Fünck war ein enger Mitarbeiter des leitenden Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff (1699 –1753). Der Stich ist das früheste bekannte Bildzeugnis des Opernhauses nach seiner Fertigstellung. Er zeigt das freistehende Gebäude auf dem noch unbebauten Gelände des geplanten Forum Fridericianum. Fünf Jahre lang stand das Opernhaus allein auf dem Platz. Zunächst war der Bau weiterer Prestige-Bauten in der preußischen Hauptstadt wegen der ersten beiden Schlesien-Feldzüge Friedrichs (1740 –42 und 1744 /45) gestoppt worden. Weil sich das Interesse des Königs als Bauherr nach den Kriegen auf die Stadt Potsdam konzentrierte, wurde das Forum Fridericianum in seiner ursprünglich gedachten Form nie vollendet. Der freie Platz neben der Oper blieb lange Zeit eine Baustelle. Von 1747 bis 1773 entstand die katholische St.-Hedwigs-Kirche, von 1748 bis 1766 schräg gegenüber der Frontseite des Opernhauses das Prinz-Heinrich-Palais, die heutige Humboldt-Universität. Die Oper selbst wurde nach dem Tod Friedrichs II. (1786) von Carl Gotthard Langhans (1732–1808) im Auftrag von König Friedrich Wilhelm II. (1744–1797) umgebaut.
(Claudia Terne)

Online Lesen
Engel, Martin: Das Forum Fridericianum und die monumentalen Residenzplätze des 18. Jahrhunderts. Phil. Diss. FU Berlin 2001. Online -Publikation 2004: http://www.diss.fu-berlin.de/2004/161/index.html (Aufruf: 25.12.2011).

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