Die Hofoper

Exponat-Nr. 33: Windmaschine des Schlosstheaters Drottningholm

Nachbau
© Initiative TheaterMuseum Berlin e.V.
Fotografin: Anne-Katrin Breitenborn (SIM)


Das Drottningholmer Schlosstheater wurde 1766 auf Veranlassung von Friedrichs II. Schwester, der schwedischen Königin Luise Ulrike erbaut.
Die Windmaschine ist eine Walze mit hölzernen Streben, über die sich eine Stoffbahn spannt. Sie besitzt eine Kurbel zum Drehen. Je nach Drehgeschwindigkeit erzeugt diese Maschine ein leises Lüftchen oder simuliert einen starken Sturm. Man kann sich vorstellen, dass die Maschine in ihrer sanfteren Gangart die zahlreichen Arien untermalte, in denen die »zeffiretti lusinghieri« («schmeichelnde Zephyre«) beschworen wurden, während ein hohes Drehtempo für die ebenfalls häufig geforderten Seestürme (»tempesta di mare«) vorgesehen war.
(Ulrike Eberle / Ruth Müller-Lindenberg)

Literatur
Reus, Klaus-Dieter (Hrsg.): Faszination der Bühne. Barockes Welttheater in Bayreuth . Bayreuth: C. und C. Rabenstein, 2 /2001.

Reus, Klaus-Dieter (Hrsg.):»›Das Operntheater erfordert etwas Großes in dem Äußerlichen der Vorstellung‹. Barocke Bühnentechnik «, in: Ulf Küster (Hrsg.): Theatrum mundi. Die Welt als Bühne. Wolfratshausen: Edition Minerva, 2003. S. 30–33.

Küster, Ulf (Hrsg.): Theatrum mundi. Die Welt als Bühne (Ausst. München 2003). Wolfratshausen: Edition Minerva, 2003.

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