Die Hofoper

Exponat-Nr. 36: »Der Sänger-Parnass«, Stich von Francesco Rainaldi nach einer Zeichnung von Antonio Fedi

© Staatliches Institut für Musikforschung Preußischer Kulturbesitz
Bildarchiv

Or2 + Gr. 31


Der Stich reproduziert eine Zeichnung des florentinischen Malers, Dekorateurs und Kupferstechers Antonio Fedi (1771–1843), die Anfang des 19. Jahrhunderts entstand. An der Spitze findet sich Farinelli (Carlo Broschi, 1705 –1782). Darunter sind weitere berühmte Kastraten zu sehen, zum Beispiel der zur älteren Generation gehörende Antonio Bernacchi (1685–1756), Caffarelli (Gaetano Majorano, 1710 –1783), Egiziello (Gioacchino Conti, 1714 –1761), Giovanni Carestini (um 1705 bis um 1760) und Gaetano Guadagni (um 1725–1792), aber auch Sängerinnen wie Faustina Bordoni (1697 –1781), die Gemahlin Johann Adolf Hasses, Vittoria Tesi (1700 –1775) und die von Friedrich II. sehr geschätzte Elisabeth Mara, geb. Schmehling (1749 –1833), die von 1771 bis 1780 an der Königlichen Oper engagiert war.
(Ruth Müller-Lindenberg)

Literatur
Haböck, Franz: Die Kastraten und ihre Gesangskunst. Eine gesangsphysiologische kultur- und musikhistorische Studie . Stuttgart und Berlin: Deutsche Verlagsanstalt, 1927.

Ortkemper, Hubert: Engel wider Willen. Die Welt der Kastraten . Berlin: Henschel, 1993.

Henze-Döhring, Sabine: »›One God, one Farinelli!‹ Kastratengesang des frühen 18. Jahrhunderts. Seine Verschriftlichung als arkane Kunst und öffentliche Präsentation in London«, in: Ulrich Schütte (Hrsg.): Kunst als ästhetisches Ereignis, Marburg 1997 (Marburger Jahrbuch für Kunstwissenschaft 24). S. 271–279.

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