Die Hofoper

Exponat-Nr. 6: »Einrichtung, Wie es auf allergnädigst 30 Königlichen Befehl bey denen vorstehenden Opern und Redouten soll gehalten werden« Hausordnung der Königlichen Oper 1743 | © GStA / Bildstelle

Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz
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I. HA Geheimer Rat, Rep. 36 Hof- und Güterverwaltung, Nr. 2398, fol. 5


Nach der Fertigstellung des Operngebäudes 1743 wurde das Haus für ein großes Publikum geöffnet. 2000 bis 3000 Zuschauer fanden in den Logen und im Parterre Platz. Die Zuweisung der Sitz- und Stehplätze erfolgte nach sozialem Rang und räumlichem Niveau im Saal. Sie war in einer auf königlichen Befehl erlassenen Hausordnung festgeschrieben. Deren handschriftlicher Entwurf aus der Feder des Architekten wie ersten »General-Intendanten der Königlichen Gebäude« Georg von Knobelsdorff (1699–1753) und ein Druckexemplar sind erhalten geblieben. Die Hausordnung enthält verschiedene Sicherheitsbestimmungen und Anweisungen, wie sich die Zuschauer vor, während und nach den Vorstellungen verhalten sollen. Vor allem der Umgang mit offenem Feuer und Licht ist detailliert geregelt, um Brände zu verhüten. Außerdem wird das Publikum dazu aufgefordert, »sich während Opern stille zu halten«, was im Theater des 18. Jahrhunderts nicht selbstverständlich war.
(Claudia Terne)

Literatur
Wolff, Hellmuth Christian: »Das Opernpublikum der Barockzeit «, in: Festschrift Hans Engel zum siebzigsten Geburtstag. Hrsg. von Horst Heussner. Kassel u. a.: Bärenreiter, 1964. S. 442–452.

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